Bell B50 Dumper – Baubericht Teil 2

Ich gehe bei der Dokumentation der Montage nicht unbedingt chronologisch vor, deshalb beschreibe ich hier im zweiten Teil den Aufbau der Hydraulikpumpe.

Die Pumpeneinheit ist mit wenigen Handgriffen montiert. Eine zentrale Halteplatte aus Aluminium nimmt Motor und Pumpe auf. Die Kraft wird vom Motor über einen Zahnriemen auf die Pumpe übertragen.

Im nächsten Schritt habe ich den Ventilblock inkl. Servos und Schläuchen gebaut. Hier gilt, dass man die Verschraubungen am Ventilblock mit Dichtungsfluid vornimmt, um später keine Überraschungen in Form von Hydrauliköl im Modell vorzufinden.

Bell B50 Dumper – Baubericht Teil 1

Im ersten Teil des Bauberichts zeige ich den Zusammenbau einer Achse des Dumpers. Jedes Rad des Dumpers wird über einen eigenen Motor angetrieben, der seine Kraft über ein Getriebe mit einer Übersetzung von 100:1 auf die Radnabe überträgt.

In den Achsen geht es recht eng zu und man sollte gewissenhaft die Einbauten vornehmen, damit man später die Achshälften ohne Platzprobleme zusammenstecken kann. Weiterhin habe ich dafür gesorgt, dass die Motoren um 90 Grad versetzt eingebaut sind. Dies gewährleistet, dass die Motoranschlüsse den maximal möglichen Abstand zueinander haben.

Hitachi Zaxis 870 – Baubericht Teil 14

Weiter gehts mit den Details am Bagger. In letzter Zeit habe ich mich intensiv mit Rapid Prototyping und 3D Druck beschäftigt. Entstanden sind Scaleteile für den Zaxis 870 und 470 von Vario Earthmovers/Fumotec, die zwischenzeitlich bei Vario schon geordert werden können.

Es sind mehrere Sets entstanden. Beschreiben werde ich hier die Teile für den Zaxis 870. Zuerst einmal ein paar Produktbilder, so wie ich sie im 3D Konstruktionsprogramm erstellt habe.

Das erste Bild zeigt die Motorraumtüren. Bis jetzt hatte ich ein gelasertes Stahlteil verwendet. Die neuen Teile sehen da nun deutlich besser aus. Sie werden ohne von außen sichtbare Schrauben besfestigt. Die 4 Zapfen je Teil sorgen dafür, dass man sie in die vorher gebohrten 3mm Löcher saugend einsetzen kann. Die nächsten beiden Fotos zeigen die neuen und alten Teile.

Das zweite Bild zeigt ein Set aus mehreren kleinen Ausstattungsteilen, wie Luftfilter, Auspuff, Ösen und ein Abluftgitter, welches im Oberwagen eingebaut wird. Für dieses Gitter habe ich eine Öffnung gefräst, in die es von innen eingesetzt werden kann. Auf den Fotos sieht man noch den Prototypen aus ABS Kunststoff, der nicht weiß, sondern glasig ist, aber leider recht brüchig.

Das dritte Bild in der obersten Galerie zeigt den Kabinenschutz. Originalfotos habe ich noch keine zur Hand, da ich auf die Lieferung der fertigen Teile warte. Das vierte und letzte Bild zeigt schließlich die neuen Geländer und Handläufe. Ich habe an meinem Bagger aktuell Prototypen verbaut, die noch nicht ganz dem Endprodukt entsprechen. Im folgenden ein paar Fotos. Man sieht auf den Fotos auch noch die zu kleinen Luftfilter (ebenfalls Prototypen).

Neben der Gestaltung neuer Scaleteile wollte ich auch noch das Führerhaus vorbereiten. Nun schneidet man üblicherweise GFK mit einem Dremel oder ähnlichem aus und bearbeitet dann die Kanten, bis sie sauber sind. Man benötigt dafür eine ruhige Hand, Geduld und auch etwas Erfahrung, damit es gut aussieht. Ganz zu schweigen von dem Staub, der mit einer Trennscheibe entsteht. Deshalb habe ich auch das Führerhaus gefräst. Da entsteht nämlich nur wenig Staub, sondern eher Späne. Nachdem das GFK-Teil sauber eingespannt war, konte mit dem Fräsen begonnen werden. Das Endergebnis kann sich sehen lassen. Es sind kaum Nacharbeiten notwendig gewesen. Das Führerhaus kann nun lackiert werden.

Zum Abschluß noch einige Fotos vom Innenleben des Baggers.

Hitachi Zaxis 870 – Baubericht Teil 13

Gestern kam ich nach mehreren Wochen Pause wieder einmal dazu, am Bagger weiter zu arbeiten. Diesmal sollten einige Scaleteile vorbereitet werden. Dabei handelt es sich um Lüftungsgitter und den Laufsteg.

Insgesamt werden 3 Lüftungsgitter am Oberwagen verbaut. Das kleinere Gitter habe ich mit 2mm Löchern auf den Ecken versehen, um es mit Modellschrauben am GFK befestigen zu können. Die eigentlich vorgesehene Variante es zu kleben, schien mir weniger glücklich, da das GFK des Oberwagens an der Stelle nicht besonders plan ist und wir hier von einem gelasterten Stahlteil sprechen, was sich wohl kaum der Form des GFK anpassen dürfte. 🙂 Hier nun zwei Fotos des kleinen Gitters.

Das Teil habe ich später dann noch weiß grundiert und werde es am nächsten Bautag montieren.

Weiter ging es mit den beiden großen Gittern, ebenfalls gelaserte Stahlteile. Sie sind schon an den Ecken gebohrt und mussten montiert werden. Zuvor habe ich jedoch die Bereiche aus der GFK-Haube ausgeschnitten, um ungehinderte Sicht durch die Gitter nach Innen zu haben. Danach wurde die Teile grundiert und probeweise an ihre neue Position gelegt. Mit Klammern fixiert konnten leicht die Befestigungslöcher gebohrt werden.

Schlussendlich habe ich noch den Laufsteg begonnen, der in einer Art Sandwichbauweise entstanden ist. Die beiden Alu-Rahmen werden miteinander verklebt. Danach kann man das Gitter für die Aussparungen zurecht schneiden und einkleben.

Soll es Spur 0 werden?

Letzte Woche habe ich die vorhandenen Fahrzeuge der Spur H0 katalogisiert. Rund 330 Items hatte die Liste am Ende. Ziel war es einen Überblick über den vorhandenen Fuhrpark zu erhalten und sich zu überlegen, ob auf dem Dachboden nochmal eine Spur H0-Anlage entstehen soll oder nach einem verkauf der H0-Artikel ein Neuanfang mit Spur 0 eine Option darstellt.

So landeten also nacheinander all die wunderschönen Modelle von Brawa, Fleischmann und Roco vor der Linse meiner Kamera. Kindheitserinnerungen wurden wach und auch mein Vater, dem ein großer Teil des Materials gehört, wusste zu vielen Modellen noch eine Geschichte zu erzählen.

Da stand z.B. seine erste Dampflok vor mir. Eine BR 89 von Fleischmann aus dem Jahre 1953 oder ein Shell Kesselwagen aus etwa der selben Zeit. Aber auch meine Fahrzeuge, weckten Erinnerungen. Geht man nostalgisch an die Sache heran, dürfte man die Fahrzeuge niemals verkaufen. Zu viel Vergangenheit hängt da schon dran. Andererseits reizt aber auch eine größere Spur, zumal auf dem Dachboden genügen Platz vorhanden ist.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich wollte es wissen, wie sich Spur 0 so anfühlt. Im Gegensatz zu H0 (Maßstab 1:87) ist 0 (Maßstab 1:43,5 – 1:45) doppelt so groß. Um ehrlich zu sein, kommt es einem sogar noch größer vor, wenn man es erstmal vor sich stehen hat.

Ich machte mich auf die Suche nach passenden Herstellern und landete quasi zwangsläufig bei der Firma Lenz, bekannt für ihre Digitalsteuerung. Der Markt in Spur 0 ist recht überschaubar. Kleinserienhersteller, wie z.B. Kiss kommen aktuell aufgrund des Preises und der langen Lieferzeit eh nicht in Frage. Lenz bietet ein Start Set an, in dem neben einem Oval (ca. 3m x 1,8m) mit Weiche und Abstellgleis auch eine Köf II, 3 Güterwagen und eine Digitalsteuerung verpackt sind.

Besonders gespannt bin ich auf die Köf II, denn diese Lokomotive besitze ich auch in H0 und mein Vater zusätzlich in Spur 1 (Maßstab 1:32)

Dieses Set habe ich nun geordert und werde berichten, wenn es da ist.

Robbe Ferrari Testarossa Nr. 3748 – Restaurierung eines Kindheitstraumes

Der erste Schritt ist vollbracht. Ich habe die mir vorliegenden Chassis zweier Robbe Golf GTI 16V (Nr. 3465) und eines Ferrari Testarossa (Nr. 3748) zerlegt, die Teile gereinigt und sauber in Sortierkästen verpackt. Demnächst folgt hoffentlich noch ein weiterer Testarossa, um die Menge an brauchbaren Teilen weiter zu erhöhen.

Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass ich bis auf wenige Ausnahmen alles Teile nach der Reinigung wieder verbauen könnte. Lediglich das Unterteil der Chassiswanne ist bei zwei Fahrzeugen nicht mehr in Ordnung. Hier herrscht also definitiv Mangel. Der Blick durch die Sortierkästen erzeugt aber dennoch große Freude. Da liegen 4 Differenziale, Öldruckstoßdämpfer, einfache Stoßdämpfer, Aufhängungsteile, Kardans, Felgen, Reifen, Kugellager, etc. drin und warten darauf, wieder verbaut zu werden. Eine super erhaltene Testarossa Karosserie und ein noch unbenutztes Lichtset runden das ganze Paket ab.

Die folgende kleine Galerie zeigt eines der Fahrzeuge beim Zerlegen und das Teilekonvolut in den Sortierkästen.

Hitachi Zaxis 870 – Baubericht Teil 12

Letztes Wochenende stand nun die Inbetriebnahme der Hydraulik an. Der Bagger sollte sich endlich einmal aus eigener Kraft bewegen können. Des weiteren habe ich das Kontergewicht mit 2,5 kg Blei gefüllt und die Karosserie mit den ersten notwendigen Ausschnitten versehen.

Begonnen habe ich damit, die Zylinder am Bagger einzubauen, jedoch nur jeweils am unteren Ende, um die Schlauchlängen bestimmen zu können. Bei der späteren Inbetriebnahme sollen sie sich frei bewegen können und somit sind die Kolben noch nicht mit den Aufnahmen am Bagger verschraubt worden. Lediglich den Löffel habe ich einmal vollständig zusammengebaut, um zu sehen, ob alles passt.

Nachdem die Zylinder an ihrem Platz waren, habe ich die Schläuche abgelängt und eingebaut. Dies geht problemlos von der Hand. man sollte aber darauf achten, die Zu- und Rückleitungen nicht zu vertauschen. Die Skizze am Ende der Bauanleitung gibt dazu Hilfestellung.

Als nächsten Schritt habe ich die Hydraulik fertig verkabelt und den Pumpenmotor angeschlossen. Auf den Fotos kann man schön den Aufbau des Rücklaufs erkennen. Man sieht auch, dass ich noch keine Lösung für das Load-Sensing eingebaut habe.

Der Rücklauf hat mir zu Beginn einiges Kopfzerbrechen bereitet, weil die Bauanleitung gerade an diesem Punkt mit einem aussagekräftigen Photo geizt. Auf den letzten Fotos sieht man, dass ich den Rücklauf dann quasi unter die Hydraulik verlegt habe. Dort ist genügend Platz und die Schläuche sind aufgeräumt. Im Tank habe ich übrigens 6 mm Löcher gebohrt und den Schlauch bis etwa 5 mm über den Tankboden eingeführt.

Die Hydraulikschläuche zu den Zylindern habe ich zum Abschluss mit einem Kabelbinder zusammengefasst.

Nun konnte die Hydraulik in Betrieb genommen werden. Den Tank habe ich zu etwa 75% mit Öl gefüllt und in der Fernbedienung den Kanal für den Motor auf 20% gestellt. Dazu noch einen Schalter belegt, der mir die Hydraulik an- und abstellen kann. Bevor man die Pumpe das erste Mal startet, sollte man noch das Druckbegrenzungsventil ein wenig weiter öffnen.

Nun den Motor starten und am Druckbegrenzungsventil so weit zudrehen, dass etwa 10 bar Druck im System herrschen. Nun nach und nach die Zylinder in alle Richtungen bewegen lassen, bis sich keine Luft mehr im System befindet. Dies kann man an den Luftblasen in den gelben Rücklaufschläuchen erkennen und einer immer gleichmäßigeren Bewegung der Zylinder.

Die Hubzylinder des Armes bewegen sich naturgemäß nicht gleichzeitig, so lange sie nicht den Arm heben müssen. Das liegt daran, dass sie parallel angeschlossen sind und sich das Öl den Weg des geringsten Widerstands sucht. Ist also einer der Zylinder leichtgängiger, wird sich erst dieser bis zum Anschlag bewegen, bevor der zweite an die Reihe kommt.

Im Regelbetrieb sollte der Motor mit ziemlich hoher Leistung laufen (>90%) und über das Druckbegrenzungsventil rund 25 bar eingestellt werden. Je langsamer der Motor dreht, um so langsamer werden die Bewegungen der Hydraulik ausgeführt.

Bei der Inbetriebnahme der Hydraulik ist mir aufgefallen, dass der Zylinder für den Löffel nicht in Ordnung war. Er ist deshalb auf den letzten Bildern diese Beitrags nochmals ausgebaut worden.

Im nächsten Schritt habe ich mich um die Karosserie gekümmert und das Kontergewicht befüllt. Für die Montage des Gewichts, mussten im Blech hinter der Hydraulik 3 Löcher zu je 6 mm gebohrt werden. Ich habe sie etwas größer gemacht, um später die Möglichkeit zu haben, Messungenauigkeiten, die beim Anzeichnen der Löcher vorkommen, ausgleichen zu können.

Die Karosserie hat zwei Ausschnitte bekommen und wurde so vorbereitet, dass sie auf den Oberwagen passt. Obwohl ich vorgewarnt war und das Manometer mit wenig Schlauch eingebaut habe, kollidierte es dennoch mit der Karosserie. Ich habe es also demontiert und den Schlauch so weit abgeschnitten, dass er exakt genauso lang ist, wie die Überwurfmutter, die das Manometer mit dem Schlauch verbindet. Fotos habe ich davon leider nicht geschossen.

Zu guter Letzt noch ein paar Fotos vom aktuellen Zustand des Baggers.

Hitachi Zaxis 870 – Baubericht Teil 11

Nach längerer Zeit ging es am Wochenende nun mit meinem Bagger weiter. Die meisten Teile sind lackiert, wobei ich mit dem Ergebnis teilweise unzufrieden bin. Der weiße Lack ist sehr empfindlich, obwohl zumindest der Löffelstil auch schon mit Klarlack überzogen worden ist und 2 Wochen Zeit hatte, trocken zu werden.

Neben des Zusammenbaus der Zylinder, habe ich noch den Löffel am Stil angebracht, die Hydraulikinheit im Bagger befestigt und die Elektronikwanne weitestgehend vorbereitet. Diese muss noch mit dem Unterwagen verschraubt werden.

Wer sich nun fragt, wieso ich einen Bagger in weiß und blau baue, muss sich noch etwas Gedulden. Die Farbgebung folgt auf jedem Fall einem Original. Sollte der Lack auf dem Stil und Arm nicht doch noch strapazierfähiger werden, werde ich mir bei Vario nochmals diese Teile besorgen und sie lackieren lassen.

Die Montage des Löffels kostet etwas Nerven, da aus der Anleitung nicht sofort ersichtlich wird, wie das Ganze exakt zusammengebaut wird. Mit einer handvoll Passcheiben und sanfter Gewalt, sind die Stifte und Teile dann aber doch zügig montiert worden. Die Öffnungen für die Stifte im Stil habe ich noch mit einer 6mm Reibahle bearbeitet, damit alles sauber passt.